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#17

  • vor 3 Tagen
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 1 Tag


Was lässt das Café, die Enoteca, das Wirtshaus, … UM DIE ECKE dauerhaft zu einem verlängerten WOHNZIMMER werden?

Eine Frage, die mir (als Stammgast) unlängst von einem befreundeten >Padrone< ganz offen gestellt wurde. Offen im Sinne von, dass er es wirklich wissen wollte. Und so habe ich im besten Wohlwollen ganz ohne Umschweife geantwortet …

Es bist DU. Es ist DEIN ECHTSEIN. Dein ECHTSEIN, das dir SELBST bewusst ist.

Und wie geht das?

Indem du DEINE PASSION fürs tägliche Tun zum Wohle deiner Gäste für dich selbst PRÄZISIERST. In Schriftform. Glasklar auf den Punkt gebracht. Bis dir dein Bauchgefühl sagt: Ja, das ist sie, meine Passion. So ist sie GANZ und ECHT.

Sobald du diese klare Formulierung vor dir am Tisch liegen hast, kommen die Antworten auf ALL DEINE Fragen automatisch – aus dir. Und manche Fragen werden sich gar nicht mehr einstellen – weil du schon am Tun bist. Weil’s ohnehin klar ist, was es braucht. Wieviel es braucht. Und auch: Was es nicht braucht! Bei welchem Hype du nicht mitgehst. – Weil’s einfach nicht zur dir, zu deinem Echtsein passt. Auch wenn es noch so verlockend scheint. >> Dein ECHTSEIN ist ein verlässlicher GUIDE, den du jederzeit bei dir hast. Sowohl für die Strategie als auch fürs tägliche „eigentliche“ Tun.

Soweit klar. Doch: Was macht man anschließend, wenn man – wie in meinem Falle - ein Team hat? Gegenfrage: Brauchst du hier wirklich eine Antwort von mir oder antwortest du dir ohnehin gleich selbst?

Genau! 😃 Dann holst du dein Team mit IN DEIN ECHTSEIN-BOOT – am Ruder sind sie ohnehin schon mit dir. Kennen dich und was im täglichen Tun dich antreibt, an manchen Stellen womöglich besser, als es dir bisher selbst bewusst gewesen ist. Wie genau dieses ONBOARDING deines Teams zu gestalten ist – auch dafür wird dir DEIN ECHTSEIN die allermeisten Antworten geben.

Und dann etabliert ihr für euer GEMEINSAMES ECHTSEIN ein regelmäßiges, auch noch so kurzes, aber kraftvolles RITUAL, das euch im Alltag einstimmt, verbindet, motiviert, erinnert, fokussiert, ... Werdet kreativ dabei, wie ein solches Ritual aussehen könnte, was für euch WIRKLICH passt. Nichts Aufgesetztes – aus euch kommend. VERANKERT ES IM TEAM. Und streut es zwischendurch immer wieder mit einer gewonnenen SELBSTVERSTÄNDLICHKEIT in eurem Alltag ein. …

Und dann schwingen sie, die Vibes eures ECHTSEINS. Und dann kommen und bleiben Sie, eure STAMMGÄSTE. In ihrem verlängerten WOHNZIMMER – deiner Enoteca.

Und sie werden auch dann bleiben, wenn neue Hypes an anderer Stelle unüberhörbar rufen. Glückliche Finder des Guten geben doch das für sich eroberte Gute nicht auf! – Nur weil irgendwo etwas laut Blink-Blink macht und die Hype-Karawane gerade dorthin zieht.

Eure Stammgäste wollen kein Blink-Blink. ECHTE STAMMGÄSTE WOLLEN ECHTES. Auf das sie sich verlassen können.

Sie wollen ein gutes Stück zu Hause sein und dabei jene Vibes erleben, die im eigentlichen Zuhause nicht herstellbar sind. Manchmal nur auf einen Sprung. Und immer wieder gerne auch vom späten Frühstück bis zum Abendessen – mit oder ohne Unterbrechung. Und sie bringen dir neue Menschen, die ebensolche Vibes suchen, gerne mit – nicht selten auch neue Stammgäste. 😃

SEE YOU and all the best Elisabeth Neufeld

Ein KOMMENTAR zu meinem Post, den ich gerne an dieser Stelle teilen möchte: (mit freundlicher Erlaubnis der Verfasserin / des Verfassers)

Warum kehrt man zurück? Nicht wegen der Karte. Wegen dem, der dahintersteht.

Kein Konzept der Welt ersetzt ein echtes Gegenüber. Kein Interieur, kein Algorithmus, kein Trend. Was Stammgäste bindet, ist nicht Perfektion – es ist Resonanz. Das leise, sichere Gefühl: Hier bin ich richtig.

Und dieses Gefühl entsteht nur dort, wo der Wirt zuerst bei sich selbst angekommen ist.

Wer weiß, wer er ist, muss nicht mehr raten, was er tun soll. Echtsein ist keine Philosophie. Es ist die effizienteste Entscheidungshilfe, die es gibt.

Der Rest – das Team, das Ritual, die Stammgäste – folgt. Fast von selbst.

Meine Antwort:

Vielen lieben Dank. Ja, genau so ist es! Es ist allem voran nicht die Karte, es ist nicht das Interieur, ... das uns zu Stammgästen werden lässt. Es versetzt mir tatsächlich immer wieder einen Stich, wenn ich in einem Lokal bin, wo vieles wunderbar "angerichtet" ist und ich aber erkenne: Da würde noch so viel mehr gehen. 


 
 
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